Powerstation als USV (UPS)

Über den laufenden Versuch, eine Powerstation als USV-Ersatz zu verwenden. Meine Intention für die Anschaffung einer leistungsfähigen Powerstation ist, bei Stromausfall die vorhandenen Geräte so lange wie möglich „am Leben“ zu erhalten. Diese Kombination ist nicht dafür geeignet, die angeschlossenen Geräte kontrolliert herunter zu fahren. Deswegen war ich auf der Suche nach einer Powerstation mit hoher Akku-Kapazität, schneller USV-Umschaltung und echter Bypass-Schaltung, das heißt, dass die Powerstation im Bypass-Modus tatsächlich den Akku überbrückt. Ich habe ein selbst gebautes Rack mit diversen Netzwerkgeräten, wie Switch, Router, NAS, Server und Firewall Hardware-Appliance. Die ganze Umgebung verbraucht im täglichen Betrieb ca. 320 Watt. Ich habe mich für die PS SolarPlay Q2402M entschieden. Absolut tolles Preis-Leistungs-Verhältnis. Kostet zwischen 600 und 700 €. Geräte dieser Leistungsklasse liegen normalerweise mindestens beim doppelten Preis.

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Techn. Daten ∞
  1. 2304 Wh Akku-Kapazität und 2500 W Dauerleistung
  2. 12 verschiedene Ausgänge für Geräteversorgung
  3. Verschiedene Lademöglichkeiten inklusive Netzstrom, Solarpanel und Kfz-Adapter
  4. Bypass-Schaltung
  5. USV-Funktion
  6. Gewicht 21 KG
  7. kein WLan
  8. keinerlei Verwaltunbgsfunktionen

SolarPlay Q2402M Tragbare Powerstation 2304Wh, 2500W leistungsentnahme
SolarPlay Q2402M Tragbare Powerstation 2304Wh, 2500W Dauer-Leistungsentnahme
Inbetriebnahme ∞

Die PS kam ordentlich verpackt und ohne Beschädigungen trotz des hohen Gewichtes bei mir an. Das Material und die Haptik fühlen sich hochwertig an. Ich habe sie erst mal voll geladen und die Funktionen an einer Kühltruhe ausprobiert. Spitzenstrom 300 Watt und 60 Watt Dauerstrom. Lief ohne Bedenken. Man kann an dem Gerät den Ladestrom zwischen 300 und 1100 Watt in mehreren Stufen begrenzen, um die Akkus zu schonen. Meine erste Einstellung stand bei 300 Watt. Da fiel mir auf dass das Gerät ca. alle 6 Stunden bei 99 % stand und die Lade-Funktion anlief. Das Problem: Zum normalen Stromverbrauch gesellten sich nochmal 200 Watt und das über mehrere Stunden. Nebenbei bemerkt: die Lüftung ist absolut leise. Als nächsten Schritt habe ich den Ladestrom auf 500 Watt eingestellt. Gleiches Phänomen: alle paar Stunden Akku bei 99 % und ewig lange Ladung bis 100 %.

Der erste Test als USV ∞

Mit der Ladestrom-Einstellung 500 Watt habe ich die PS einer ersten Feuerprobe unterzogen. Die Stromversorgung unterbrochen. Absolut schnelle Umschaltung in den USV-Modus. Ich kann jetzt nicht die angegebenen Millisekunden überprüfen, aber keines der Geräte ist ausgefallen. Liefen alle ohne Probleme weiter. Zumal sich die Angaben von Anbieter zu Anbieter unterscheiden. Die kürzeste Angabe, die ich gelesen habe, lag bei 0,08 Sekunden. Es hat auf jeden Fall funktioniert. Nach einer Stunde habe ich die Stromzufuhr wieder hergestellt. Allerdings hat darauf hin die Ladefunktion nicht korrekt funktioniert. Akku war bei 90 %. Stromverbrauch verdoppelte sich auf 600 Watt. Aber der Akku wurde nicht geladen. Am nächsten Morgen meldete sich meine Frau, die Cloud würde nicht funktionieren. Voller Vorahnung sah ich mir die Bescherung an: Alle Geräte waren aus. OK, die Schutzschaltung ist angesprungen. Den Overloadprotection-Schalter betätigt und die PS schaltete sich wieder ein.

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Danach habe ich den Ladestrom auf 700 Watt erhöht.

Der zweite Test ∞

Mir fiel auf, dass die Erhaltungsladung von 99 % auf 100 % nur noch einmal am Tag auftrat und sie war nach 30 min. erledigt. Nach einem weiteren Tag Beobachtung wagte ich den zweiten Test. Stromzufuhr unterbrochen. Glatter Übergang in den USV-Modus. Nach 2 Std. (Akku bei 79 %) habe ich die Stromzufuhr wieder hergestellt und der Lade-Prozess begann sofort. Nach einer Stunde stand die PS wieder bei 100 %. Und wie schon bemerkt, die Lüftung ist kaum zu hören. Ich werde weiter beobachten und testen.

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